Foto: Alexander Stein, PixabayPixabay
Foto: Alexander Stein, Pixabay

Save the Date: am 12. Mai 2014 geben wir ein interessantes neues Seminar: Effektives Kostenmanagement in IT-Projekten. Die Ausschreibung des Seminars erfolgt in Kürze über die NIK Nürnberg.

Plattformen für Softwareentwicklung werden immer produktiver, aber in puncto Zuverlässigkeit von Softwareprojekten tritt die Branche seit 20 Jahren auf der Stelle: Wer eine Realisierung In-Time und In-Budget verspricht, wird als naiv belächelt. Warum laufen die meisten Software-Projekte aus dem Kostenrahmen?

Integriertes Kostenmanagement

Kostenmanagement in IT-Projekten ist deshalb  so schwierig, weil in IT-Projekten sehr viele Unsicherheiten lauern: Auftraggeber wissen nur unscharf, was sie organisatorisch erreichen wollen, sie haben die Konsequenzen ihrer Veränderung nur unvollständig im Blick und müssen ihre Anforderungen kontinuierlich anpassen oder zurücknehmen. Softwareentwickler überschätzen ihre eigene Produktivität, um mit sportlichen Zeit- und Kostenplanungen an die attraktiven Projekte zu kommen.

Im Seminar „Effektives Kostenmanagement in IT-Projekten“ lernen Teilnehmer, wie sie die Kostentreiber über fünf Ebenen der Kostenschätzung bewerten und zuverlässig auf realistische und belastbare Zahlen hochrechnen. Die vorgestellte Integrierte Methodische Estimation unterstützt sie dabei, die Kostenentwicklung bei allen Veränderungen im Projektverlauf zuverlässig vorherzusagen. Kostenschätzung ist nicht einmal erledigt und zu den Akten gelegt – sie ist kontinuierlicher Bestandteil des Projektmanagement.

Die Ebenen des integrierten Kostenmanagement

(1) Integriertes Kostenmanagement setzt bei der Organisationsanalyse an und stellt sicher, dass die mit der beauftragten Lösung angestrebten Veränderungen in der Organisation so wie geplant sinnvoll und umsetzbar sind. Die meisten Störungen laufender IT-Projekte sind in Veränderungen des organisatorischen Umfelds begründet. Kostenmanagement muss dieses Umfeld daher immer im Blick haben.

(2) Mit der Modellierung der betreffenden Geschäftsprozesse werden die Wechselwirkungen zwischen Prozessen, Organisationseinheiten und Applikationen sichtbar. Die Komplexität der Lösung wird aus dem Kollaborationsmodell der Prozesse ablesbar. Laufende Änderungen – sei es aus technischen Erfordernissen oder aus organisatorischen Anforderungen – werden im Prozessmodell abgebildet und fließen in die Berechnung ein.

(3) Aus dem Prozessmodell leitet sich direkt die Zählung und Bewertung der einzelnen Funktionen und Objekte ab. Funktionspunkte sind die Einheit für die Ermittlung des Lösungsumfangs.

(4) Wie schnell und wie aufwändig die Realisierung der beschriebenen Lösung möglich ist, hängt von zahlreichen Faktoren in der Entwicklungsumgebung ab. Die Erfahrung der Entwickler, aber auch die Organisation des Entwicklungsteams beeinflussen die Produktivität der Entwicklung. Diese bewerteten Faktoren fließen über ein Modell in die Kostenberechnung ein.

(5) Schließlich hängt eine Kostenschätzung aber auch von den verwendeten Projektmanagement-Methoden eines Entwicklungsprojektes ab. Agile Entwicklung mit Scrum-Modellen wirkt sich anders auf die Kostenentwicklung eines Projektes aus als traditionelle Software-Engineering-Modelle. Wer seine Kosten realistisch vorausschätzen will, muss diese Faktoren berücksichtigen.

Integriertes Kostenmanagement führt zu einer neuen Kultur zwischen Auftraggebern und IT-Anbietern: An die Stelle von undurchsichtigen Angeboten und ruinösen Kampfpreisen tritt eine auf allen Seiten transparente Kostenstruktur, die sich im Projektverlauf an die veränderten Bedingungen anpasst. Verhandlungen über IT-Projekte werden zum win-win-Spiel.

Die Koordinaten des Seminars:

Zielgruppe: Auftraggeber, Projektleiter, Einkäufer, die IT-Lösungen beauftragen wollen und Sicherheit bei der Bewertung der eingegangenen Angebote suchen. Softwareentwickler, die ihre Projekte realistisch anbieten wollen und eine win-win-Partnerschaft mit ihren Auftraggebern suchen.

Referenten: Christian Albinus ist Experte für integrierte Kostenschätzungen für IT-Projekte. Als Marketingdirektor der CostXPert AG in Augsburg ist er ständig bemüht, das Know-how um realistisches Kostenmanagement zu verbreiten.

Dr. Rainer Feldbrügge berät Unternehmen bei organisatorischen Veränderungsprojekten. Analyse und Modellierung von Geschäftsprozessen setzt er sowohl zum IT-Requirement-Management als auch zur systemischen Organisationsentwicklung ein.

Termin: Montag, 12. Mai 2014, 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr | Klee-Center, Kleestraße 21-23, 90461 Nürnberg

Kosten: 150 € pro Teilnehmer, NIK-Mitglieder 75 €.

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