Konsenskultur verkleistert Prozessmanagement

Wie modelliert man Prozesse „richtig“? Welches Vorgehensmodell für die Prozessaufnahme sollen wir wählen? Diese Fragen lassen sich nur beantworten, wenn der Zweck des Projektes konkret bestimmt ist. Häufig weichen Auftraggeber aber auf Buzzwords und Allgemeinplätze aus, weil ein Konkretes Ziel auch als Vorwurf verstanden werden kann. Konsenskultur erschwert die Zieldefinition – und dennoch kann man sich den Schritt nicht sparen.

Design Thinking im Prozessmanagement

Wie bekommen wir wirklich nutzerorientierte Prozessabläufe? Mein Vorschlag: Weg mit den Ist-Prozessmodellen! Kunden und Nutzer fragen! Das überlieferte Vorgehen „erst Ist-Aufnahme, dann Soll-Prozess“ führt nicht zu neuen und kundenorientierten Prozessen: Unser Hirn klebt an den aufgenommenen „Ist-Prozessen“. Design Thinking Formate helfen uns, die Nutzererfahrungen im Prozess in den Mittelpunkt zu stellen und frei von Vorbelastungen durch Prozesslogik und Technik nach neuen Lösungen zu suchen.

Geht es in der IT drunter und drüber?

IT-Manager lieben es, Prozesse zu standardisieren und ihre ITIL von „A bis Z“ zu deklinieren. Aber nirgends sonst wird so vehement um die Einhaltung von Prozessen gerungen wie in den Rechenzentren dieser Welt. Zwar gibt es definierte QS-Level und Freigabeprozesse für „Tickets“ – aber wenn es um die IT geht, sind die Leute besonders erfinderisch, solche Regelungen zu umgehen. Ich frage mich, ob dieses Muster System hat.